706
Erste Erwähnung, verbunden mit einer Schenkungsurkunde druch König Tagobert an das Kloster Petersberg in Erfurt. Die Urkunde ist aber wahrscheinlich eine Fälschung.

1151
Lateinische MCLI (1151) an der oberen Ausmauerung des Burgbrunnens, kann aber nicht als gesichert angesehen werden.

1248
Erste gesicherte urkundliche Erwähnung.
Das Schloss befindet sich im Besitz der Grafen von Orlamünde.

1342-1345

Thüringischer Grafenkrieg: Schloss Tonndorf wurde "gebrochen" und ging an die Erfurter verloren. Mainz behielt zunächst noch die Lehnshoheit.

1347Aufnahme: Martin Schalles, 1953
Mainz verpfändet alle übrigen Rechte wiederkäuflich an Erfurt.

1525
Bauernkrieg: Das Schloss wurde mit der Axt gestürmt. Nach der Niederschlagung des Aufstandes wurden vier Anführer, darunter der Tonndorfer Hans Beck(e?), hingerichtet.

Vom Ende des 15. und Anfang des 16. Jhdt. stammt hauptsächlich der rechteckige Bau des Schlosses auf der Ostseite recht und links des Haupttores.

1533
Bau des kleinen Einganges an der Südseite des Vorhofes.

1590
Die Hoheitsrechte an Schloss Tonndorf wurden infolge Streitigkeiten an das Herzogtum Sachsen abgetreten.

1592
Das Amt Tonndorf (umfaßte Klettbach, Meckfeld, Gutendorf, Tiefengruben und Hohenfelden) wurd vom Herzog Wilhelm von Sachsen-Weimar gewaltsam in Besitz genommen.

1595
Bau eines Amtshauses im westlichen Flügel.

1680
Das Torhaus wurde überbaut und ein Chronogramm über dem Tor eingefügt. Die Inschrift lautet sinngemäß: "Drei Jahrhunderte blieb Tonndorf fern von Mainz, bis es der Fürst Anseln von Ingelheim ihnen zurückgab."

1681
Vereinigung des Kranichfelder und Tonndorfer Amtes

18. Jhdt.
Die Zugbrücke wurde durch eine feste Steinbrücke ersetzt (ein Stein in der Südbrüstung trägt die Jahrszahl 1773).

1813
Napoleon weilte nach der Völkerschlacht bei Leipzig auf Schloß Tonndorf.

18./19. Jhdt.
Langsamer Verfall des Schlosses, Übergang in Privatbesitz

1894
Schloss Tonndorf wurde an den königlich-preußischen Hauptmann Hermann Rauchfuß verkauft.

1894-1919
Das alte Amtshaus im westlichen Flügel wurde abgebrochen und an dessen Stelle eine mit Zinnen versehene Mauer gesetzt. Der Keller ("Hexenkeller" genannt) blieb erhalten. Im Vorhof Bau eines Wirtschaftsgebäudes (das sogenannte "Bauernhaus") An der östlichen Einfahrt wurde ein neues Steintor gebaut, gekrönt mit dem Rauchfußwappen.
- den Berg hinauf wurde eine bessere Straße gebaut
- Bepflanzung des Berges mit Obstbäumen
- das Schloss erhält Stromanschluss
- Bau eines neuen Treppenhauses


1919
Verkauf des Schlosses an den Bergwerksbesitzer W. Teusch

1919-1922
Einige Zimmer wurde durch einen Wintergarten mit Balkon und einen Eckturm ersetzt. An der Südseite sowie im Westen wurde eine Mauer aus Natursteinen errichtet. Es erfolgte ein Anbau an das Schloss, so dass ein großer Teil der Hofmauer abgetragen werden mußte.
- Einbau einer Zentralheizungsanlage

1922
Verkauf an die Spitzenfabrikanten Adolf, Anton und Willi Gahlert.
Bau eines 300m vom Schloß entfernten Fabrikgebäudes zuerst als Spitzenklöppelei eingerichtet, später als Zwirnerei.

1933
Das Wasser im Brunnen versiegte, deshalb:

1934
Vertiefung des Brunnens von ca. 70m auf ca. 90m

1938
Verkauf an die Barmer Ersatzkasse - Einrichtung eines Kinderkurheimes

1939-1940
Bau der Wendeltreppe von der Küche zum 2. Stock.
Die Treppe zum Keller wird erneuert.
Im Keller wird ein Waschraum und auf halber Höhe eine moderne Heizungsanlage eingebaut. Die Küche wird zur Großküche hergerichtet. Der Gebäudeteil nördlich der Torfahrt erhält außer Wohnräumen für das Personal modernste Waschräume und eine Arztstation.

Die zu ebener Erde liegende Kapelle wird umgebaut. Es entstehen kleine, zellenartige Räume, die als Isolierzimmer für epidemisch Erkrankte bestimmt waren.

1944
Verpachtung an die damalige NSV für Schulungszwecke.

1945
Unterkunft für einen Stab der amerikanischen Besatzungsmacht.

1946
Nach dem Einrücken der Sowjetischen Besatzer bietet das Schloss Unterkunft für 100 Flüchtlinge, später wird ein Lazarett für sowjetische Soldaten eingerichtet.

1947
Schloss Tonndorf geht in Treuhandschaft der Landesversicherungsanstalt Thüringen (der späteren SVA) über und wird Heilstätte für Silikose- und TBC-Kranke.

1950
Der "Neubau" wird umgebaut:
Aus den den Sälen des Fabrikgebäudes entstehen sechs Zimmer. Anbau einer kleinen Küche, von Waschräumen und eines Ganges. Die Garage wurde zum Aufenthaltsraum umgebaut.
Entstehung der Liegehallen

1968
Umprofilierung zum Pflegeheim mit Feierabendstation

1993
Rückübertragung der Eigentumsrechte an die Barmer Ersatzkasse, Nutzung des Schlosses als Senioren- und Pflegeheim durch das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Weimar e.V.

 
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